Mit unserer neuen Kategorie Women of möchten wir mit Ihnen teilen, wer uns inspiriert und unterstützt, wer uns begleitet und wer unseren täglichen cape mädchen-Kosmos ausmacht. Verbindendes Element aller Interviewpartnerinnen: Es sind allesamt Frauen, die wir so fantastisch finden, dass wir sie hier unbedingt vorstellen möchten - dass sie obendrein cape mädchen sind, freut uns natürlich umso mehr.

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INTERVIEW 01.

YVONNE ROEB

Yvonne musste einfach den Anfang machen und diese Reihe einläuten. Sie ist nämlich nicht nur eine tolle Freundin und Gastgeberin, die uns bei Shootings schon häufig ‚Obdach’ gewährt hat. Sondern auch eine fantastische zeitgenössische Künstlerin, die mittlerweile Häuser wie das Lehmbruck Museum in Duisburg mit ihren „Divine Beasts“ bespielen darf. Faszinierende Objekte, die irgendwo zwischen naturwissenschaftlicher Wirklichkeit und Fabelwesen einzuordnen sind und einen nicht mehr loslassen. Obendrein ist sie der unvoreingenommenste Mensch überhaupt und hat sofort zugesagt mitzumachen.

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Welches Objekt | Material |’etwas’ macht dich glücklich oder fasziniert dich gerade? Das ist definitiv Leder - ich verwende es auch in meinen Skulpturen. Gerade habe ich eine Skulpturen-Serie aus Reitsätteln hergestellt.

Wie begann deine Karriere? Das kann ich schwer beantworten. Woran wird eine Karriere gemessen? Als Künstler befindet man sich ja in einem permanenten Prozess. Man ist so mit seiner Welt beschäftigt, dass man darin versinkt. Ich registriere aber natürlich auch das Interesse der Öffentlichkeit an meiner Arbeit. Das ist schön.

Wie fühlst du dich als Frau in deinem beruflichen Kontext? Ich denke, als Frau in der Kunstwelt muss man sehr beharrlich sein. Das geht nur, wenn man aus sich heraus arbeitet. Das bedeutet zu allererst auch, dass man sich immer treu bleiben muss. Alles, was diesen Pfad verlässt, enttarnt sich schnell. Frauen werden allgemein leider immer noch schlechter bezahlt beim Verkauf Ihrer Arbeiten. Auch sind die meisten Künstler in Museumsausstellungen oft Männer. Viele meiner Kolleginnen haben nach ein paar Jahren mit der Kunst aufgehört und zwar nicht aus dem Grund, weil sie keine tollen Ideen mehr hatten. Das finde ich sehr schade!

"als Frau in der Kunstwelt muss man sehr beharrlich sein"

Was beschäftigt dich momentan? Mich beschäftigt immer viel auf einmal. Meist habe ich 4-5 Projekte gleichzeitig. Die Entwicklungsphasen meiner Skulpturen sind lang und alle Arbeiten sind mir gleich wichtig. Abgesehen von der Arbeit bin ich viel auf Reisen. Ich mag es, fremde Länder und ihre Eigenheiten kennenzulernen. Ich frage mich oft aber auch, wie viele Prozesse man als Mensch durchleben muss, bis man wirklich irgendwo ankommt, wo man bleiben möchte.

 Berlin, Mai 2017

Welches cape mädchen-Cape ist deines und warum? Cape COCO Bleu. Ich mag Bouclé Stoff. Vielleicht liegt es daran, dass meine Großmutter in den 50er Jahren Couture Schneiderin war. Sie ist sehr jung verstorben, aber ihre Modellzeichnungen und Stoffmuster sind mir geblieben. Sie strahlen eine große Eleganz und Zeitlosigkeit auf mich aus.

"Sie strahlen eine große Eleganz und Zeitlosigkeit auf mich aus"

Wie kombinierst du das Cape? Tagsüber bin ich casual mit Jeans und T-Shirt unterwegs und abends mit schwarzer Lamm-Lederhose und einer Seidenbluse.

Was für ein Gefühl verleiht dir das Cape? Geborgenheit und Wärme.

Um was würdest du die Palette des cape mädchens ergänzen? Mit phantasievoll bestickten Ledercapes.

Wie beschreibst du deinen Modestil? Das kommt ganz darauf an, zu welchem Anlass ich unterwegs bin. Im Atelier trage ich den Blaumann. Am späten Nachmittag in Kreuzberg / Mitte eher Street - Style und Abends am Liebsten High Fashion.

Wer inspiriert dich? Es gibt keine Person, die mich ausschliesslich inspiriert. Ich würde mir aber wünschen, dass Alexander Mc Queen noch leben würde. Was er erschaffen hat, war tragbare Kunst.

Das nächste Women of-Interview folgt im Juni!