Mit unserer neuen Kategorie Women of möchten wir mit Ihnen teilen, wer uns inspiriert und unterstützt, wer uns begleitet und wer unseren täglichen cape mädchen-Kosmos ausmacht. Verbindendes Element aller Interviewpartnerinnen: Es sind allesamt Frauen, die wir so fantastisch finden, dass wir sie hier unbedingt vorstellen möchten - dass sie obendrein cape mädchen sind, freut uns natürlich umso mehr.

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INTERVIEW 02.

ANEMONE

VON BLOMBERG

Anemone ist DAS CAPE MÄDCHEN der ersten Stunde. Sie war nicht nur fünf Jahre unser 'Gesicht', viel mehr als das hat sie einen gehörigen Einfluss auf unsere Seinswerdung gehabt - was sie übrigens aus lauter Bescheidenheit bestreitet: Muse und scharfe Kritikerin, das unprätentiöseste Model überhaupt, verlässlichste Freundin und so gut wie fertige Medizinerin.

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Was möchtest du mit deiner Garderobe aussagen? Die Aussage geht eigentlich eher an mich selbst als an den Rest der Welt. Meine Garderobe soll dazu dienen, dass ich mich gut fühle. Solange ich mich in meiner eigenen Haut und Kleidung wohl fühle, habe ich schließlich auch die beste Ausstrahlung.

Meine Garderobe soll dazu dienen, dass ich mich gut fühle."

Wer inspiriert dich? Früher war das auf jeden Fall Audrey Hepburn. Ich kenne keinen anderen Menschen, der eine solche Eleganz ausstrahlt. Heute versuche ich es mir einfach zu merken, wenn ich auf der Straße oder in einer Zeitschrift ein Outfit sehe, das mir gefällt.

Wie begann deine Karriere? Von Karriere kann man bei mir wohl noch nicht wirklich sprechen, schließlich studiere ich noch. Ich habe erst BWL studiert, anschließend habe ich nochmal Medizin angefangen. Ich wollte gerne nach dem BWL Studium etwas Naturwissenschaftliches machen und dachte eigentlich an Maschinenbau. Die Idee mit der Medizin verdanke ich meiner Mutter. Sie meinte, ich solle doch Naturwissenschaft am Beispiel des Menschen lernen, das sei doch eher meins. Und sie behielt Recht.

Wie fühlst du dich als Frau in deinem beruflichen Kontext? Die Medizin wird immer weiblicher, ich denke dass wir in meinem Semester sicherlich 60% Frauenanteil haben. Daher habe ich nicht das Gefühl, um Anerkennung kämpfen zu müssen, wir stellen schließlich die Mehrheit der Mediziner der Zukunft. Trotzdem muss man nach wie vor sagen, dass Karrieren innerhalb der Klinik für Frauen oft nur unter größtem Einsatz mit einer Familie vereinbar sind. Das führt, glaube ich, in den meisten Fällen zwangsläufig zu einer Entscheidung zur Niederlassung und weg von der Klinik.

Was beschäftigt dich momentan? Der Gedanke, wie es nach dem Studium weitergeht. Und natürlich das sogenannte Hammer-Examen, das im Herbst ansteht. Das ist der schriftliche Abschluss des Medizinstudiums und eine der letzten Hürden vor der Approbation.

 Berlin, Juni 2017

Welches Cape-Mädchen Cape ist deines und warum? Das hellblaue Cape aus einer vergangenen La Plus Belle du Quartier-Kollektion! Ich mag die Farbe, sie ist so frisch und macht mich auch im Winter nicht blass. Außerdem haben meine Augen eine ähnliche Farbe, das harmoniert gut.

Wie kombinierst du es? Am liebsten schlicht mit einer Jeans und Supergas oder Ballerinas. Alternativ, wenn es etwas schicker sein soll, mit einer engen schwarzen Hose.

Wann trägst du es? Ich entscheide mich meistens für das Cape, wenn ich nicht richtig weiß, ob ich eine Jacke brauche oder doch eher nur was Leichtes. Dann fühle ich mich angezogen und trotzdem nicht zu dick eingepackt. Ich nehme es auch gerne mit auf Reisen, gerade bei längeren Zugfahrten ist das Cape wahnsinnig gemütlich.

Was für ein Gefühl verleiht dir das Cape? Mit dem Cape fühle ich mich befreit. Jacken können oft so beengend sein, gerade Winterjacken. Wenn ich das Cape trage, habe ich das Gefühl schick angezogen zu sein, dabei fühlt es sich so bequem an wie mein Lieblingspullover.

"Mit dem Cape fühle ich mich befreit."

Um was würdest du die Palette des Cape Mädchens ergänzen? Definitiv um eine fahrradtaugliche Version! Vielleicht eine Variante mit Ärmeln und der Möglichkeit, einen Gürtel um die Taille zu schlingen. Ich bin Studentin und fahre jeden Tag mit dem Rad zu Uni, da wäre es toll, das Cape auch dann tragen zu können.

Wie beschreibst du deinen Modestil? Modestil ist vielleicht etwas hoch gegriffen für das was ich trage, haha. Ich kleide mich gerne schlicht, mit klaren Schnitten. Also eher klassisch, was aber nicht heißt dass ich nicht gerne auch mal spannendere Sachen anziehe. Als Studentin muss es aber oft praktisch sein und bequem genug, um es darin tagelang in der Uni-Bib auszuhalten. Ich liebe aber auch Kleider.

INTERVIEW 01.

YVONNE ROEB

Yvonne musste einfach den Anfang machen und diese Reihe einläuten. Sie ist nämlich nicht nur eine tolle Freundin und Gastgeberin, die uns bei Shootings schon häufig ‚Obdach’ gewährt hat. Sondern auch eine fantastische zeitgenössische Künstlerin, die mittlerweile Häuser wie das Lehmbruck Museum in Duisburg mit ihren „Divine Beasts“ bespielen darf. Faszinierende Objekte, die irgendwo zwischen naturwissenschaftlicher Wirklichkeit und Fabelwesen einzuordnen sind und einen nicht mehr loslassen. Obendrein ist sie der unvoreingenommenste Mensch überhaupt und hat sofort zugesagt mitzumachen.

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Welches Objekt | Material |’etwas’ macht dich glücklich oder fasziniert dich gerade? Das ist definitiv Leder - ich verwende es auch in meinen Skulpturen. Gerade habe ich eine Skulpturen-Serie aus Reitsätteln hergestellt.

Wie begann deine Karriere? Das kann ich schwer beantworten. Woran wird eine Karriere gemessen? Als Künstler befindet man sich ja in einem permanenten Prozess. Man ist so mit seiner Welt beschäftigt, dass man darin versinkt. Ich registriere aber natürlich auch das Interesse der Öffentlichkeit an meiner Arbeit. Das ist schön.

Wie fühlst du dich als Frau in deinem beruflichen Kontext? Ich denke, als Frau in der Kunstwelt muss man sehr beharrlich sein. Das geht nur, wenn man aus sich heraus arbeitet. Das bedeutet zu allererst auch, dass man sich immer treu bleiben muss. Alles, was diesen Pfad verlässt, enttarnt sich schnell. Frauen werden allgemein leider immer noch schlechter bezahlt beim Verkauf Ihrer Arbeiten. Auch sind die meisten Künstler in Museumsausstellungen oft Männer. Viele meiner Kolleginnen haben nach ein paar Jahren mit der Kunst aufgehört und zwar nicht aus dem Grund, weil sie keine tollen Ideen mehr hatten. Das finde ich sehr schade!

"als Frau in der Kunstwelt muss man sehr beharrlich sein"

Was beschäftigt dich momentan? Mich beschäftigt immer viel auf einmal. Meist habe ich 4-5 Projekte gleichzeitig. Die Entwicklungsphasen meiner Skulpturen sind lang und alle Arbeiten sind mir gleich wichtig. Abgesehen von der Arbeit bin ich viel auf Reisen. Ich mag es, fremde Länder und ihre Eigenheiten kennenzulernen. Ich frage mich oft aber auch, wie viele Prozesse man als Mensch durchleben muss, bis man wirklich irgendwo ankommt, wo man bleiben möchte.

 Berlin, Mai 2017

Welches cape mädchen-Cape ist deines und warum? Cape COCO Bleu. Ich mag Bouclé Stoff. Vielleicht liegt es daran, dass meine Großmutter in den 50er Jahren Couture Schneiderin war. Sie ist sehr jung verstorben, aber ihre Modellzeichnungen und Stoffmuster sind mir geblieben. Sie strahlen eine große Eleganz und Zeitlosigkeit auf mich aus.

"Sie strahlen eine große Eleganz und Zeitlosigkeit auf mich aus"

Wie kombinierst du das Cape? Tagsüber bin ich casual mit Jeans und T-Shirt unterwegs und abends mit schwarzer Lamm-Lederhose und einer Seidenbluse.

Was für ein Gefühl verleiht dir das Cape? Geborgenheit und Wärme.

Um was würdest du die Palette des cape mädchens ergänzen? Mit phantasievoll bestickten Ledercapes.

Wie beschreibst du deinen Modestil? Das kommt ganz darauf an, zu welchem Anlass ich unterwegs bin. Im Atelier trage ich den Blaumann. Am späten Nachmittag in Kreuzberg / Mitte eher Street - Style und Abends am Liebsten High Fashion.

Wer inspiriert dich? Es gibt keine Person, die mich ausschliesslich inspiriert. Ich würde mir aber wünschen, dass Alexander Mc Queen noch leben würde. Was er erschaffen hat, war tragbare Kunst.

Das nächste Women of-Interview folgt im Juli!