Mit unserer neuen Kategorie Women of möchten wir mit Ihnen teilen, wer uns inspiriert und unterstützt, wer uns begleitet und wer unseren täglichen cape mädchen-Kosmos ausmacht. Verbindendes Element aller Interviewpartnerinnen: Es sind allesamt Frauen, die wir so fantastisch finden, dass wir sie hier unbedingt vorstellen möchten - dass sie obendrein cape mädchen sind, freut uns natürlich umso mehr.

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INTERVIEW 03.
TRIXI FAUCK

Trixi gehört zum cape mädchen seit es die Großstadtindianer Capes gibt. Verantwortlich für die fantastische Qualität der Lederfransen ist nämlich Leder Fauck und damit Trixi, die die Geschäfte mittlerwiele in dritter Generation Führt. Sie ist eine großartige Geschäftsfrau und manchmal haben wir das Glück, uns mit ihr austauschen zu dürfen und dabei eine Menge von ihr zu lernen! Vor allem ist Trixi aber ein beeindruckendes Vorbild für alle Frauen, die sich Männerdomänen bewegen. Und seit sir Mutter ist kommen unsere Capes noch viel häufiger als früher zum Einsatz.

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Wer inspiriert dich? Stilikonen der 50er bis 70er Jahre wie Grace Kelly, Catherine Deneuve, die erwachsene Romy Schneider. In der heutigen Zeit gefällt mir der klare Stil von Claire Underwood (Robin Wright) in der Serie "House of Cards".

Welches Objekt/Material/'etwas' macht dich glücklich oder fasziniert dich gerade? Definitiv Leder und alle weichen und der Haut schmeichelnden Materialien. Ich mag keine zu engen Kleidungsstücke oder kratzende Stoffe.

Wie begann deine Karriere? Ich habe zwei Ausbildungen. Direkt nach dem Abitur habe ich Diplom-Mediendesign studiert und in Agenturen gearbeitet. Meine Stärke lag im Projektmanagement, daher zog es mich dann auch ins Familienunternehmen, wo ich eine zweite Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau absolvierte. Als Geschäftsführerin habe ich heute sowohl kreative als auch kaufmännische Bereiche zu bedienen, ich wähle Kollektionen für unser Sortiment und halte Kontakt zu Lieferanten, erstelle Angebote, beschäftige mich mit Marketing-Aktionen sowie Personalfragen. Hinzukommend berate ich Taschen-Labels bei Ihren Kollektionen und leite dann deren Produktionen. Sechs Jahre lang hatte ich mein eigenes Label, heute produziere ich lieber für andere Firmen.

Wie fühlst du dich als Frau in deinem beruflichen Kontext? Als Frau in meinem Beruf fühle ich mich mittlerweile gut. Vor 15 Jahren waren die Zeiten noch anders, da wollten viele Kunden nur mit meinem Vater, dem Mann sprechen. Heute unterscheidet kein Kunde mehr zwischen Chefin oder Chef. Das sehe ich als großen Fortschritt in der Emanzipation der Frauen. Sicherlich bin ich auch selbstbewusster geworden und lasse mir nicht mehr so viel gefallen wie früher.

"Balance zwischen
Tradition und Fortschritt
"

Was beschäftigt dich momentan? Mich beschäftigt es aktuell, eine gute Balance zwischen Tradition und Fortschritt für mein Unternehmen zu finden. Der klassische Handel stirbt aus, man muss neue Vertriebswege gehen, attraktiv für den Kunden bleiben durch innovative Produkte sowie neue Möglichkeiten des Einkaufs mit Schwerpunkt Serviceleistung. Das ist in der eher alten Leder-Branche nicht einfach, aber auch gerade deshalb eine spannende Herausforderung. Mein Vater ist seit längerer Zeit nicht mehr aktiv im Unternehmen und zieht sich gerade ganz raus. Seit ich Mutter bin unterstützt mein Mann das Unternehmen und bringt jede Menge "frischen Wind" mit. Gepaart mit meiner Kreativität entwickeln wir momentan viele neue Ideen, die hoffentlich den Erfolg des Unternehmens auch in Zukunft garantieren werden.

 Berlin, July 2017

Welches cape-mädchen Cape ist deines und warum? Das schwarze Großstadtindianer Cape für den Abend und das Love Cape Cape sowie zwei La Plus Belle du Quartiers in Orange und Blau für den Tag.

Wie kombinierst du es? Als Lederhändlerin mag ich natürlich ein Cape mit Lederfransen besonders gern. Es ist ein schlichter und dennoch außergewöhnlicher Begleiter, insbesondere durch kühle Nächte und zu engen Hosen oder Röcken. Die zweifarbigen Capes aus weicher Wolle finde ich aufgrund Ihrer Pastelltöne ideal zu Jeans.

Wann trägst du es? Vor allem auf Reisen wärmen mich die Capes - und meinen kleinen Sohn übrigens auch. Sie sind der perfekte Schutz vor Zugluft im Flieger oder im Auto. Mein Mann und ich kuscheln uns häufig darin auf unserem Balkon ein.

Was für ein Gefühl verleiht dir das Cape? Geborgenheit und eine gewisse Lässigkeit, die eine Jacke oft nicht hat.

"Mein Stil mit 
17 Jahren war gar nicht 
so anders als heute"

Was möchtest du mit deiner Garderobe aussagen? Ich möchte in erster Linie aussagen, dass ich meinen eigenen Stil gefunden habe und nicht mehr jedem Modetrend hinterher laufe. Allerdings war mein Stil mit 17 Jahren gar nicht so anders als heute mit 40 Jahren! Ich mochte immer klare Schnitte und dezente Farbtöne, keine verspielten Looks mit viel Rüschen oder zu poppigen Farben. Damit fühle ich mich verkleidet.

Wie beschreibst du deinen Modestil? Mein Modestil ist vom Mix moderner Klassiker geprägt, z.B. Lederleggings zu Jeanshemd und darüber eine dünne Cashemere-Strickjacke in schlichten Tönen, die ich lieber mit farbigen Akzenten wie Capes, Schals, Schmuck und gerne auch einem Gürtel unterstreiche. Ich finde ein schöner hochwertiger Gürtel wertet viele Outfits extrem auf, beinahe mehr als Schuhe. Wegen einer Fußverletztung warten meine High Heels derzeit ohnehin im Schrank. Seitdem habe ich den Gürtel als Ersatz für schöne Schuhe für mich entdeckt und auch die Capes kann man super damit kombinieren.

Um was würdest du die Palette des cape mädchens ergänzenEin etwas leichteres Cape als die mir bisher bekannten Versionen, das man auch im Sommer tragen kann, fände ich gut. Vielleicht auch eines mit Verschluss an der Schulter. Ich bin viel in Bewegung und ich befestige es aktuell immer an einer Schulter, damit es nicht verrutscht.

INTERVIEW 02.
ANEMONE
VON BLOMBERG

Anemone ist das cape mädchen der ersten Stunde. Sie war nicht nur fünf Jahre unser 'Gesicht', viel mehr als das hat sie einen gehörigen Einfluss auf unsere Seinswerdung gehabt - was sie übrigens aus lauter Bescheidenheit bestreitet: Muse und scharfe Kritikerin, das unprätentiöseste Model überhaupt, verlässlichste Freundin und so gut wie fertige Medizinerin.

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Was möchtest du mit deiner Garderobe aussagen? Die Aussage geht eigentlich eher an mich selbst als an den Rest der Welt. Meine Garderobe soll dazu dienen, dass ich mich gut fühle. Solange ich mich in meiner eigenen Haut und Kleidung wohl fühle, habe ich schließlich auch die beste Ausstrahlung.

Meine Garderobe soll dazu dienen, dass ich mich gut fühle."

Wer inspiriert dich? Früher war das auf jeden Fall Audrey Hepburn. Ich kenne keinen anderen Menschen, der eine solche Eleganz ausstrahlt. Heute versuche ich es mir einfach zu merken, wenn ich auf der Straße oder in einer Zeitschrift ein Outfit sehe, das mir gefällt.

Wie begann deine Karriere? Von Karriere kann man bei mir wohl noch nicht wirklich sprechen, schließlich studiere ich noch. Ich habe erst BWL studiert, anschließend habe ich nochmal Medizin angefangen. Ich wollte gerne nach dem BWL Studium etwas Naturwissenschaftliches machen und dachte eigentlich an Maschinenbau. Die Idee mit der Medizin verdanke ich meiner Mutter. Sie meinte, ich solle doch Naturwissenschaft am Beispiel des Menschen lernen, das sei doch eher meins. Und sie behielt Recht.

Wie fühlst du dich als Frau in deinem beruflichen Kontext? Die Medizin wird immer weiblicher, ich denke dass wir in meinem Semester sicherlich 60% Frauenanteil haben. Daher habe ich nicht das Gefühl, um Anerkennung kämpfen zu müssen, wir stellen schließlich die Mehrheit der Mediziner der Zukunft. Trotzdem muss man nach wie vor sagen, dass Karrieren innerhalb der Klinik für Frauen oft nur unter größtem Einsatz mit einer Familie vereinbar sind. Das führt, glaube ich, in den meisten Fällen zwangsläufig zu einer Entscheidung zur Niederlassung und weg von der Klinik.

Was beschäftigt dich momentan? Der Gedanke, wie es nach dem Studium weitergeht. Und natürlich das sogenannte Hammer-Examen, das im Herbst ansteht. Das ist der schriftliche Abschluss des Medizinstudiums und eine der letzten Hürden vor der Approbation.

 Berlin, Juni 2017

Welches cape-mädchen Cape ist deines und warum? Das hellblaue Cape aus einer vergangenen La Plus Belle du Quartier-Kollektion! Ich mag die Farbe, sie ist so frisch und macht mich auch im Winter nicht blass. Außerdem haben meine Augen eine ähnliche Farbe, das harmoniert gut.

Wie kombinierst du es? Am liebsten schlicht mit einer Jeans und Supergas oder Ballerinas. Alternativ, wenn es etwas schicker sein soll, mit einer engen schwarzen Hose.

Wann trägst du es? Ich entscheide mich meistens für das Cape, wenn ich nicht richtig weiß, ob ich eine Jacke brauche oder doch eher nur was Leichtes. Dann fühle ich mich angezogen und trotzdem nicht zu dick eingepackt. Ich nehme es auch gerne mit auf Reisen, gerade bei längeren Zugfahrten ist das Cape wahnsinnig gemütlich.

Was für ein Gefühl verleiht dir das Cape? Mit dem Cape fühle ich mich befreit. Jacken können oft so beengend sein, gerade Winterjacken. Wenn ich das Cape trage, habe ich das Gefühl schick angezogen zu sein, dabei fühlt es sich so bequem an wie mein Lieblingspullover.

"Mit dem Cape fühle ich mich befreit."

Um was würdest du die Palette des cape mädchens ergänzen? Definitiv um eine fahrradtaugliche Version! Vielleicht eine Variante mit Ärmeln und der Möglichkeit, einen Gürtel um die Taille zu schlingen. Ich bin Studentin und fahre jeden Tag mit dem Rad zu Uni, da wäre es toll, das Cape auch dann tragen zu können.

Wie beschreibst du deinen Modestil? Modestil ist vielleicht etwas hoch gegriffen für das was ich trage, haha. Ich kleide mich gerne schlicht, mit klaren Schnitten. Also eher klassisch, was aber nicht heißt dass ich nicht gerne auch mal spannendere Sachen anziehe. Als Studentin muss es aber oft praktisch sein und bequem genug, um es darin tagelang in der Uni-Bib auszuhalten. Ich liebe aber auch Kleider.

INTERVIEW 01.
YVONNE ROEB

Yvonne musste einfach den Anfang machen und diese Reihe einläuten. Sie ist nämlich nicht nur eine tolle Freundin und Gastgeberin, die uns bei Shootings schon häufig ‚Obdach’ gewährt hat. Sondern auch eine fantastische zeitgenössische Künstlerin, die mittlerweile Häuser wie das Lehmbruck Museum in Duisburg mit ihren „Divine Beasts“ bespielen darf. Faszinierende Objekte, die irgendwo zwischen naturwissenschaftlicher Wirklichkeit und Fabelwesen einzuordnen sind und einen nicht mehr loslassen. Obendrein ist sie der unvoreingenommenste Mensch überhaupt und hat sofort zugesagt mitzumachen.

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Welches Objekt | Material |’etwas’ macht dich glücklich oder fasziniert dich gerade? Das ist definitiv Leder - ich verwende es auch in meinen Skulpturen. Gerade habe ich eine Skulpturen-Serie aus Reitsätteln hergestellt.

Wie begann deine Karriere? Das kann ich schwer beantworten. Woran wird eine Karriere gemessen? Als Künstler befindet man sich ja in einem permanenten Prozess. Man ist so mit seiner Welt beschäftigt, dass man darin versinkt. Ich registriere aber natürlich auch das Interesse der Öffentlichkeit an meiner Arbeit. Das ist schön.

Wie fühlst du dich als Frau in deinem beruflichen Kontext? Ich denke, als Frau in der Kunstwelt muss man sehr beharrlich sein. Das geht nur, wenn man aus sich heraus arbeitet. Das bedeutet zu allererst auch, dass man sich immer treu bleiben muss. Alles, was diesen Pfad verlässt, enttarnt sich schnell. Frauen werden allgemein leider immer noch schlechter bezahlt beim Verkauf Ihrer Arbeiten. Auch sind die meisten Künstler in Museumsausstellungen oft Männer. Viele meiner Kolleginnen haben nach ein paar Jahren mit der Kunst aufgehört und zwar nicht aus dem Grund, weil sie keine tollen Ideen mehr hatten. Das finde ich sehr schade!

"als Frau in der Kunstwelt muss man sehr beharrlich sein"

Was beschäftigt dich momentan? Mich beschäftigt immer viel auf einmal. Meist habe ich 4-5 Projekte gleichzeitig. Die Entwicklungsphasen meiner Skulpturen sind lang und alle Arbeiten sind mir gleich wichtig. Abgesehen von der Arbeit bin ich viel auf Reisen. Ich mag es, fremde Länder und ihre Eigenheiten kennenzulernen. Ich frage mich oft aber auch, wie viele Prozesse man als Mensch durchleben muss, bis man wirklich irgendwo ankommt, wo man bleiben möchte.

 Berlin, Mai 2017

Welches cape mädchen-Cape ist deines und warum? Cape COCO Bleu. Ich mag Bouclé Stoff. Vielleicht liegt es daran, dass meine Großmutter in den 50er Jahren Couture Schneiderin war. Sie ist sehr jung verstorben, aber ihre Modellzeichnungen und Stoffmuster sind mir geblieben. Sie strahlen eine große Eleganz und Zeitlosigkeit auf mich aus.

"Sie strahlen eine große Eleganz und Zeitlosigkeit auf mich aus"

Wie kombinierst du das Cape? Tagsüber bin ich casual mit Jeans und T-Shirt unterwegs und abends mit schwarzer Lamm-Lederhose und einer Seidenbluse.

Was für ein Gefühl verleiht dir das Cape? Geborgenheit und Wärme.

Um was würdest du die Palette des cape mädchens ergänzen? Mit phantasievoll bestickten Ledercapes.

Wie beschreibst du deinen Modestil? Das kommt ganz darauf an, zu welchem Anlass ich unterwegs bin. Im Atelier trage ich den Blaumann. Am späten Nachmittag in Kreuzberg / Mitte eher Street - Style und Abends am Liebsten High Fashion.

Wer inspiriert dich? Es gibt keine Person, die mich ausschliesslich inspiriert. Ich würde mir aber wünschen, dass Alexander Mc Queen noch leben würde. Was er erschaffen hat, war tragbare Kunst.

Das nächste Women of-Interview folgt im August!